Führungen und Aktivitäten

Die Führungen der RAGL finden jeden ersten Samstag im Monat, um 14 Uhr, statt. Die Führungen der Augustus-Gesellschaft finden an unterschiedlichen Samstagen statt und werden einzeln angekündigt. Ort ist jeweils der Infopoint/Infohütte im Römerlager (siehe Anfahrt).

Offizieller Start der Petition beim Landtag "Erhalt des Römerlagers Wilkenburg" am 1. Februar für 6 Wochen

Das Römerlager Wilkenburg, vom Kiesabbau bedroht, muss als Ort der Bildung und der Forschung für kommende Generationen erhalten bleiben! Das ist der Tenor der Petition, die auf Betreiben der Initiative "Kultur bergen statt Kies schürfen - Raum und Zeit für die Erforschung des Römerlagers in Wilkenburg" vom niedersächsischen Landtag angenommen wurde und pünktlich zu dieser Veranstaltung freigeschaltet wird. Die Initiatoren Kristina Osmers, Werner Dicke und Dr. Hermann Meyer stellen die Petition vor und streichen ihre Wichtigkeit für das Römerlager heraus - und damit auch ein Stück gelebte Demokratie.

 

So können Sie die öffentliche Petition zum Erhalt des Römerlagers Wilkenburg mitzeichnen:

 

1) Rufen Sie dazu zunächst diese Petitionsseite auf:

https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publicviewpetition?id=13

 [Wählen Sie dann die Petition , die Sie mitzeichnen möchten aus HIER:

    Petitionsnummer 00615/89/18 Betreff: Erhalt des Römerlagers Wilkenburg (Klick auf Zur Petition) und]

 

2) klicken das Feld „Petition mitzeichnen“ an. Füllen Sie bitte die Felder des Online-Formulars aus und

 schließen Sie Ihre Eingabe durch Anwählen des Links „Mitzeichnung senden“ ab.

    Daraufhin erhalten Sie vom Niedersächsischen Landtag eine automatisch generierte und an die von Ihnen im                Petitionsformular angegebene E-Mail-Adresse gerichtete Bestätigungsmail, die wiederum mit einem Link versehen      ist.

 

3) Mit dem Anklicken des Links der Bestätigungsmail und dem Button im nachfolgend erscheinenden Browserfenster bestätigen Sie, dass Sie die Petition mitzeichnen wollen. Auf diese Weise wird die sonst erforderliche persönliche Unterschrift entbehrlich.

Bitte beachten Sie, dass ihre Mitzeichnung der Petition erst nach dem Anklicken des Ihnen übersandten Links registriert wird.

Mit Ihrer Unterschrift und der Weiterleitung der Informationen

helfen Sie, das Römerlager Wilkenburg zu erhalten.

Jede Stimme zählt!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

 


Terminübersicht

Datum      Zeit             Schwerpunktthema

  

· Samstag 1.9.18 14:00 Uhr, RAGL Themenführung: „Wein im alten Rom“

 

· Sonntag 9.9.18, 10-15 Uhr, Entdeckertag mit Informationen zum Römerlager (Vorträge 11.00 und 14.00 Uhr), Münzstempeln für Kinder und einem Legionär zum Anfassen

  

· Samstag 6.10.18 14:00 Uhr, RAGL Themenführung:

„Augustus - Friedenskaiser und Despot“

 

· Samstag 3.11.18 14:00 Uhr, RAGL Themenführung:

„Priester und Götter der Römer“

 

· Samstag 1.12.18 14:00 Uhr, RAGL Themenführung: „Vom Freigelassenen zum Kaiser? Karrieren im alten Rom“

 

 · Donnerstag 27.12.18 13:00 Uhr, Augustus-Gesellschaft:

“Münzprägung und Sonderführung zu Fundstellen im Römerlager“

 

· Samstag 5.1.19 14:00 Uhr, RAGL Themenführung:

“Der römische Arzt“

 

· Samstag 2.2.19 14:00 Uhr, RAGL Themenführung: Offizieller Start der Petition beim Landtag "Erhalt des Römerlagers Wilkenburg" und Vortrag zu Römischen Gärten auf Grund Förderzusage der Bürgerstiftung Hemmingen.

 

 · Samstag 2.3.19 14:00 Uhr, Gastvortrag vom Bundesverdienstkreuzträger Dr. Peter Kracht:

„Varus, Varus und kein Ende“ Die Varusschlacht, vielen auch als „Schlacht im Teutoburger Wald“ bekannt, bewegt bis heute die Gemüter. Insbesondere im Jahr 2009, als mit drei großen Ausstellungen in Haltern, Detmold und Kalkriese an diese Schlacht erinnert wurde, schlugen die Wellen an der „Forscherfront“ hoch: So mancher altgediente Römerfreund präsentierte seine „Untersuchung“ zum vermeintlichen Schlachtfeld, die Varusschlacht-Literatur wuchs um mindestens einen halben Meter an….    

So gibt es mittlerweile mehr als 700 Theorien, wo denn genau germanische Kämpfer unter dem Kommando des Arminius („Hermann, der Cherusker“) drei römische Legionen samt Hilfstruppen, angeführt von Publius Quinctilius Varus, besiegt haben sollen. Vieles spricht für Kalkriese, aber der letzte Beweis ist (noch) nicht erbracht, sodass es sich hier möglicherweise doch um ein Schlachtfeld der Feldzüge des Germanicus (14-16 n. Chr.) handeln könnte. Der Gelehrtenstreit um Varus und den Ort der gleichnamigen Schlacht geht also munter weiter.

An Varus lassen die Quellen kein gutes Haar, aber dass er ein „Versager“ gewesen sein, gehört ins Reich der Mythen. Kaiser Augustus hatte ihn vor seiner Mission in Germanien mit mehreren bedeutenden Kommandos betraut, die er allesamt offenbar zur Zufriedenheit des Kaisers ausgeführt hatte.

Interessante Funde jener Jahre um Christi Geburt dokumentieren überdies die herausragende römische Infrastruktur vor 2000 Jahren und den Luxus, den sich die höheren Offiziere selbst im „wilden“ Westfalen leisteten: So fanden sich etwa im Römerlager Oberaden, das nur von 11-8/7 v. Chr genutzt wurde, Weinfässer, die aus der Gegend von Lyon stammen – und sogar Pfefferkörner, die ihren nahezu unglaublichen Weg von Indien bis zur Lippe genommen hatten…

Dr. Peter Kracht

Dr. Peter Kracht, geb. 1956, ist von Hause aus Althistoriker. Nach langer Tätigkeit als Leiter der Politikredaktion des Hellweger Anzeigers in Unna wechselte er 2005 als Stellv. Chefredakteur zur Zeitschrift „Westfalium“. Kracht ist ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen beim Westfälischen Heimatbund (Münster), beim Sauerländischen Gebirgsverein (Arnsberg) und beim Deutschen Wanderverband (Kassel) tätig. So betreut er u.a. das „Jahrbuch Westfalen“. Für sein umfangreiches Wirken im Sinne der Kultur wurde ihm im Februar 2018 das Bundesverdienstkreuz verliehen. In zahlreichen Büchern und Beiträgen für Fachzeitschriften (so etwa „Antike Welt“ und „Archäologie in Deutschland“) hat er unterschiedliche Themen aus der Antike wie auch aus der Hellweg-Region aufgegriffen.

 

 

 · Sonntag 10.3.19 13:00 Uhr, Augustus-Gesellschaft:

„Münzprägung“ - jeder kann hier seine eigene Münze im Römerlager prägen. 

 

 · Samstag 6.4.19 14:00 Uhr, RAGL/AVG:

„Römische Malerei im Marschlager und Vorstellung des neuen Buches zum Römerlager (HNB3)“ - mehrere römische Schilde werden mit Farben und Symbolen/Tieren bemalt (jeder kann mitmachen) und wähenddessen wird erläutert, wieso welche Legionen welche Farben und Symbole hatten. Weiterhin wird in Kurzvorträgen der Inhalt der HNB3 zum Römerlager vorgestellt, mit erstmals publizierten Informationen von den Erforschern des Römerlagers. 

 

 · Samstag 4.5.19 14:00 Uhr, RAGL/AVG:

„Römisches Theater“ - Im Zuge des Baus des römischen Theaters wird das römische Theater mit römischen Masken vorgestellt und Auszüge aus Stücken vorgeführt.

 

 Änderungen im Programm vorbehalten

 

 Änderungen im Programm vorbehalten

 

Änderungen im Programm vorbehalten. Ort: Römerlager Wilkenburg, Infocenter (im Aufbau) gegenüber Infotafel auf Parkplatz bei "Dicken Riede 10", Wilkenburg, siehe "Anfahrt".

 



Neuste Publikation mit 11 Beiträgen zum Römerlager

Die HNB3 wird im März 2019 erscheinen und als einen Schwerpunkt das Römerlager Wilkenburg behandeln. Als Autoren konnten u.a. die Ausgräber Wulf sowie die Nagels gewonnen werden. Insgesamt beschäftigen sich 11 Beiträge mit dem Römerlager und noch mehr mit römischen Spuren in der Umgebung. Etwa 500 Seiten für 35 Euro. Vorbestellungen beim RAGL per Email (siehe "Kontakt").

 




Architekturentwürfe von 30 Studenten

Die Hochschule Detmold betreut das Projekt "Wilkenburg. Archäologischer Ausstellungsraum und Besucherzentrum" mit 30 Architektur-Studenten. Die Entwürfe sind als Pläne und Modelle erstellt und sollen im Rathaus Hemmingen ausgestellt werden.

Entwurf von Louis Wanders, betreut von Prof. Bettina Georg von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe:

Ein schuppiger Grundriss (in Anlehnung an einen römischen Schuppenpanzer), geschaffen durch einen metallischen Skelettbau, mit rostig wirkendem Cortenstahl beplankt und inspiriert durch die „Schildkröten“ Kampfformation „Testudo“, die die Römer mit ihren Schilden bildeten, um sich im Gefecht rundum zu schützen.

Die besondere, dreiachsige Form entsteht dadurch, dass es schützenswerte Bäume im Grünbereich der dicken Riede gibt, die im Entwurf unbedingt erhalten werden sollten, weshalb sich das Gebäude um diese herumschlängelt und thematisiert zusätzlich die drei römischen Legionen, die vermutlich in dem Lager unterkamen.  Das Gebäude stellt eine Brücke über das Gewässer „Dicke Riede“ dar und soll die Umwelt mit der Archäologie verbinden, ein Nachhaltigkeitsbau. Um den Untergrund zum Wohle der Umwelt und archäologischen Zeugnisse im Boden zu schonen, ist das Gebäude als Pfahlbau konstruiert. So sind nur geringfügige Bodeneingriffe nötig. In das Gebäude ist auch ein Aussichtsturm integriert.

Neues Buch mit Erstvorlage des Fundmaterials aus dem Römerlager Wilkenburg rausgekommen

Von Drusus bis Maximinus Thrax – Römer in Norddeutschland 2018

352 Seiten

Die Zeugnisse römischer Anwesenheit in Norddeutschland werden immer dichter. In diesem Band werden Erkenntnisse über die Schlachtorte Kalkriese und Harzhorn sowie Militärstützpunkte in Wilkenburg, Hedemünden und in Westfalen von führenden Fachleuten diskutiert, ergänzt durch einen historischen Überblick über die Ereignisse von Drusus bis Maximinus Thrax, Aufsätze über Aurei, VAR-Gegenstempel, Waffen vom Harzhorn und die Analyse von Luftbildbefunden. Exkurse zu Steinen in der Archäologie, Goldscheiben der Bronzezeit, Beispielen ehrenamtlicher Tätigkeit und anderes mehr ergänzen den Themenkanon. 352 Seiten.

29,5 Euro, leider bereits vergriffen. Nachfolgeband ist die HNB3.

ISBN: 978-3-00-058506-7

ISSN: 2568-3136

 

 

 

Mit folgenden Beiträgen zum Römerlager Wilkenburg:

1) Friedrich-Wilhelm Wulf

Zu den Münzfunden aus dem augusteischen römischen Marschlager von Wilkenburg, Stadt Hemmingen, Region Hannover

 2) Robert Lehmann, Richard Barz

Erste archäometallurgische Analysen im Römerlager Wilkenburg - eine erste vollständige Materialvorlage der römischen Buntmetallfunde

 3) Thilo Kuhfuß

Die Standorteigenschaften des Römerlagers bei Wilkenburg aus bodenkundlicher und hydrogeologischer Sicht

4) Robert Lehmann, Karola Hagemann, Benedikt Knoche, Werner Pollak

Interdisziplinäre Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel des Römerlagers Wilkenburg – Die Römer AG Leine (RAGL)

Auswahl Vorträge zum Römerlager Wilkenburg

26. Oktober 2018 19:30 Dr. R. Lehmann: "Echt oder Falsch?"  Mit Römerlager Wilkenburg als Teilthema. Ort: kapelle des Schwesternhauses, Schwesternhausstr. 10, Hannover

 

25. August 2018 14:00 Prof. Ortisis/ Wulf "Unverhofft kommt oft. Ein nei entdecktes römisches Marschlager im geplanten Kiesabbaugebiet"

Ort: Forum der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Schiffgraben 6-8, 30159 Hannover