Pressemeldungen zum Römerlager Wilkenburg



HAZ Hemmingen vom 22. März 2021:

Der Kampf um das Römerlager in Wilkenburg geht weiter

Für den Bezirksarchäologen Friedrich-Wilhelm Wulf gibt es keinen Zweifel: Das ehemalige Römerlager in Wilkenburg sei so bedeutend, dass es unbedingt erhalten werden muss. Doch noch gibt es keine Entscheidung in dem Verfahren.

Wilkenburg

 

Wie geht es weiter mit dem Römerlager in Wilkenburg? Fällt das größte römische Bodendenkmal in Niedersachsen dem Kiesabbau zum Opfer? Und welche Möglichkeiten gibt es, es zu erhalten? Dies war jetzt Thema bei einem Gespräch zwischen Vertretern der Römer-AG Leine und der SPD in Wilkenburg.

Friedrich-Wilhelm Wulf, Bezirksarchäologe beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, betonte: „Das Marschlager ist so bedeutend für die Archäologie und die Geschichtsforschung, dass es unbedingt erhalten werden muss.“ Es sei möglich, dass sich noch Heringe der Zelte in der Erde fänden, sagte Wulf. Er könne sich auch vorstellen, Teile des Römerlagers wieder herzurichten. Dies könnte dann nicht nur in Hemmingen, sondern in der gesamten Region den Tourismus fördern. Denn das Interesse an dem archäologischen Fund ist groß.

 

Stadt will Römisches Museum in Wilkenburg

„Bislang sind bereits Tausende Besucher hier gewesen“, berichtete die Historikerin Karola Hagemann von der Römer-AG Leine, die dort regelmäßig Führungen und Informationsveranstaltungen anbietet. Wegen der Corona-Pandemie sind diese zurzeit jedoch eingestellt.

Ziel der Stadt sei es, dort ein Römisches Museum zu errichten, sagte Bürgermeister Claus Schacht (SPD). Derzeit habe er jedoch das Gefühl, die Stadt werde zwischen den Aussagen des Landes und der Region zerrieben. So argumentiert das Land, dass für eine Änderung des entsprechenden Raumordnungsprogramms, das den Kiesabbau auf der Fläche erlaubt, die Region Hannover zuständig sei. Diese wiederum erklärt, dass sie nach den Vorgaben im Landesraumordnungsprogramm handeln muss – und demnach hat zurzeit der Kiesabbau Vorrang.

 

Holcim möchte in Wilkenburg Kies abbauen

An dem Gespräch am Freitagnachmittag nahm auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch teil, ebenso Katja Schröder als Bürgermeister-Kandidatin in Hemmingen und Steffen Krach, der Regionspräsident werden möchte (beide SPD). „Es ist wichtig, alle Akteure an einen Tisch zu bringen“, sagte Krach. Das sah Miersch ebenso: „Alle Beteiligten müssen miteinander reden, um zu einer zufriedenstellenden Lösung zu gelangen.“ Schröder sagte: „Ich werde mich für den Erhalt des Lagers einsetzen.“ Damit knüpft sie an den Beschluss der Hemminger Ratsfraktionen an, die sich einstimmig dafür ausgesprochen haben, dass das Lager dauerhaft als archäologisches Denkmal ausgewiesen und nicht für den Kiesabbau freigegeben wird.

Das rund 30 Hektar große Marschlager wurde 2015 entdeckt. Es ist eines der größten römischen Lager rechts des Rheins und bot Platz für rund 20.000 Legionäre. Nicht ausgeschlossen wird, dass unterhalb des Lagers auch Reste einer prähistorischen Siedlung sind. Die Firma Holcim hatte für das Areal bereits 2013 den Kiesabbau beantragt. Den Antrag hält das Unternehmen bis heute aufrecht.

Von Stephanie Zerm


NP Hemmingen 8 Juli 2020 zur Veranstaltung "Energie damals und Heute" und Übergabe einer römischer Goldmünze (Solidus des Kaisers Valentian I.) aus einem zweifelhaften Schatzfund angeblich aus der Region Hannover (publiziert in der HNB3). Nach neuen Erkenntnissen ist der Schatzfund leider erfunden.




HAZ Hemmingen 8Febr20



HAZ Hannover 20.3.19

Grüne wollen Römerlager erhalten - Kritik an Kiesabbau bei Wilkenburg

 

Seit Jahren gibt es erbitterte Debatten um einen unscheinbaren Acker bei Wilkenburg: Darf auf dem Areal, das vor gut 2000 Jahren römischen Soldaten als Marschlager diente, Kies abgebaut werden. Die Grünen im Landtag unterstützen jetzt einen Vorstoß zum Erhalt des Bodendenkmals. Sie fordern Land und Region auf, dem Kiesabbau durch Änderung der Raumordnungsprogramme einen Riegel vorzuschieben. „Es wäre einfach, den Abbau zu stoppen“, sagt der stellvertretende Fraktionschef Christian Meyer.

 

Der Landtag wird sich demnächst aufgrund einer Petition von mehr als 5000 Unterstützern mit dem Thema befassen müssen. Die Firma Holcim will auf dem rund 500 mal 600 großen Gelände in dem Hemminger Ortsteil Kies abbauen. Forscher haben dort bei Grabungen schon zahlreiche Münzen und Metallfragmente entdeckt, bislang wurde allerdings nur ein Bruchteil des Geländes untersucht. Bis zu 20 000 Legionäre sollen dort um 5 n. Chr. campiert haben. 

 

Im Landesraumordnungsprogramm ist die Fläche als Vorranggebiet für Kiesabbau vorgesehen. „Holcim hat aber keinen Rechtsanspruch auf eine Genehmigung“, sagt Meyer, der früher als Landwirtschaftsminister für Raumordnung zuständig war. Das Land könnte mit einem Kabinettsbeschluss die Voraussetzungen ändern, sagt er. Alternativ könnte die Region Hannover den Kiesabbau aus dem regionalen Raumordnungsprogramm streichen, da die archäologische Bedeutung des Areals bei den ursprünglichen Planungen noch nicht bekannt war. „Die historische Stätte“, sagt Meyer, „muss dauerhaft erhalten bleiben.

(2019-03-20_HAZ S. 24) VON SIMON BENNE

Hildesheim Kehrwieder 2-3 März 2019

HAZ 1 März 2019

Hildesheimer Allgemeine 1 März 2019


Kehrwieder am Sonntag, Hildesheim 23-24.2.2019

Hildesheimer Allgemeine Zeitung 14.02.2019 und HAZ 16.02.2019

Neue Presse 31.01.2019

HAZ 04.02.2019

HAZ 07.02.2019

Hallo Wochenende 02.02.2019

HAZ 04.02.2019

HAZ 01.02.2019


Hildesheim: Ausstellkung "Der Schatz! 150 Jahre Hildesheimer Silberfund" mit erstmaliger Ausstellung von Fundstücken aus dem Römerlager Wilkenburg in zwei Vitrinen - sehenswert.

Über 350 Besucher beim "Entdeckertag" am 9.9.18 am Infocenter Römerlager Wilkenburg (eingeplant waren 50-100). 50 Kinder konnten Münzen schlagen, diese mit ihren Namen gegenstempeln und waren begeistert. Zudem gab es Führungen über das Römerlager und eine Präsentation von Legionärsausrüstung mit einem echten legionär. Im Bild präsentiert der Prägemeister eins der Gepräge mit einem RAGL-Gegenstempel.

Dank des Ministerpräsidenten für den Einsatz des RAGL.